Tierarztpraxis

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Tierische Tipps


Unser Hund wird älter...

Es war doch erst gestern, als unser Hund jung und dynamisch mit geballter Lebensfreude zu uns kam!

Und plötzlich fällt uns auf, dass unser Liebling älter wird.

Altern ist keine Krankheit, sondern ein natürlicher biologischer Prozess, der sich durch viele Anzeichen bemerkbar macht. Er beruht u.a. auf einer langsameren und selteneren Teilung der Körperzellen, so dass Gewebeschädigungen nicht mehr ausreichend und schnell genug repariert werden können. Den Alterungsprozess merkt man unserem Hund erst ab einem bestimmten Alter an, wobei je nach Größe das Altern früher oder später einsetzt. So altern Kleinhunde wesentlich später als mittlere und große Rassen und haben auch eine entschieden höhere Lebenserwartung.

Egal, wie alt unser Hund statistisch gesehen werden kann, eins ist klar: das Altern lässt sich leider nicht umgehen. Was wir jedoch tun können, ist dem Alterungsprozess aktiv entgegenzusteuern, indem wir unseren Hund aufmerksam beobachten, um auf diese Weise Beschwerden oder Krankheitsanzeichen schon im Ansatz rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln. Ein regelmäßiger Gesundheits-Check beim Tierarzt sowie eine gute Pflege und eine dem Alter angepasste Ernährung von Jugendbeinen an sind grundsätzlich eine gute Idee, um schon frühzeitig altersbedingten Beschwerden beim Hund vorzubeugen. Aber auch die Sensibilität des Hundefreundes, ein gesundes Mittelmaß zwischen dem Bedürfnis nach Ruhe und nach Bewegung zu finden, ist entscheidend wichtig für das Wohlgefühl des alternden Hundes.


Ebenfalls eine gute Idee: Mit dem Auto in die Natur rausfahren und dem Hund schöne und abwechslungsreiche Spaziergänge vor Ort bieten, ohne ihm einen allzu langen Weg dorthin zumuten zu müssen. Aber was, wenn unserem Vierbeiner das Ein- und Aussteigen Mühe macht? Kein Problem, es gibt ja Hunde-Rampen, die den Ein- und Ausstieg erheblich erleichtern und nicht nur die Knochen des Hundes, sondern auch den Rücken des Besitzers schonen.

Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man altert. Lebensqualität fängt schon bei der Ernährung an. Je nach Alter, Konstitution und Lebensbedingungen sollten Sie Ihrem Hund ein angemessenes Futter anbieten, um ihn in gesundheitlich optimale Verfassung zu versetzen und sein Immunsystem zu stärken. Oftmals neigen ältere Hunde durch reduzierte Bewegung und verlangsamten Stoffwechsel dazu, Fett anzusetzen, und eine träge Verdauung macht ihnen oftmals noch zusätzlich zu schaffen. Die Folgen von Überernährung können Gelenkserkrankungen, Diabetes, Herz- und Nierenproblemen sein, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ein gesundes Futter, das nicht dick macht, sättigt und dabei auch noch gut schmeckt, wäre daher genau das richtige für unseren vierbeinigen Senior. Mobilität und gesunder Stoffwechsel, ein glänzendes Fell, ein starkes Immunsystem und gesunde Gelenke - für all diese Dinge werden spezielle Leckerchen als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, die unter das gewohnte Futter gemischt werden.

Warm, weich und trocken sollten die Liegeplätze sein, die Sie Ihrem alten Hund anbieten, denn Hunde schlafen auch tagsüber sehr viel, da sie von Natur aus einen anderen Rhythmus haben als wir Menschen.
 Ältere Hunde neigen dazu, Liegeschwielen an den Ellbogen zu bilden, leiden häufiger unter Gelenkbeschwerden und können Kälte und Nässe oft schlecht vertragen. Es ist deshalb von großer Wichtigkeit, Ihren Hund vor Zugluft, Nässe und Bodenkälte zu schützen, indem Sie ihm an geeigneten Plätzen des Hauses entsprechende Hundebetten oder Decken als bequeme Unterlage anbieten.

Alternde Hunde sind liebenswerte Gefährten: sie haben schon lange keine Flausen mehr im Kopf und wissen ganz genau, wer das Sagen hat. Sie haben es nicht mehr nötig, die Rangordnung auf die Probe zu stellen, deshalb kann man unbesorgt bei ihnen auch mal Fünfe gerade sein lassen.
Das Zusammenleben mit einem alten Hund ist geprägt von gegenseitigem Einvernehmen in Achtung und Toleranz. Aber glauben Sie nicht, dass Ihr Hund, nur weil er jetzt eine "ruhige Kugel schiebt", am Leben nicht mehr interessiert ist! Anstrengende Hundesportarten und "Marathon-Läufe" sind jetzt zwar out, aber
 neben den täglichen kleinen Spaziergängen können Sie Ihren Hund nun vermehrt geistig auslasten und so für Abwechslung im Hundealltag sorgen, ohne ihn zu überanstrengen. Genießen Sie mit Ihrem Hund das Leben und lassen Sie sich etwas einfallen, damit Ihr Hundesenior körperlich und geistig so lange wie möglich fit bleibt.

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Winterpflege für Hundepfoten

Die meisten Hunde lieben es, ausgelassen durch den Schnee zu toben. Eisklümpchen, Salz und Streusplitt jedoch können feine Risse in der Ballenhornhaut oder Scheuerstellen zwischen den Zehen verursachen. Auch zunächst kleine Pfotenverletzungen können für die Tiere sehr schmerzhaft werden. Dazu kommt, dass Hunde nach einem Spaziergang oft ihre Pfoten sauber lecken und das Streusalz so in den Hundemagen gelangt wo es zu Magenschäden führen kann.

Wir empfiehlen deshalb folgende Maßnahmen:

  • Meiden Sie nach Möglichkeit gestreute Wege.

  • Cremen Sie die Pfotenballen Ihres Hundes vor dem Spaziergang mit Vaseline oder einer guten Pfotenschutzsalbe ein. So verhindern Sie, dass die Ballenhaut rissig wird. Es sollten jedoch keine Produkte verwendet werden, die Teebaumöl enthalten, denn es wirkt toxisch.

  • Damit sich keine Eisklumpen zwischen den Pfotenballen bilden, kann langes, überstehendes Fell zwischen den Zehen abgeschnitten werden. Oder Sie entfernen Schneeklumpen vorsichtig bereits während des Spaziergangs.

  • Nach dem Spaziergang können Sie Steinchen, Streusalz und Eis mit einem lauwarmen Fußbad von den Pfoten entfernen.


Und wenn die Hundepfoten bereits verletzt sind?

Hier hilft die regelmäßige Anwendung einer guten Heilsalbe oder ein Desinfektionsmittel. Damit das Tier nicht gleich alles wieder ableckt, können Sie ihm etwas zu knabbern geben, zum Beispiel einen Büffelhaut- oder Rinderhautkauknochen.

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Keine Zwiebeln für Hunde und Katzen

Lt. dem Deutschen Tierhilfswerk kann bereits der Verzehr einer mittelgroßen Zwiebel für einen Hund mit einem Köpergewicht von fünf Kilogramm lebensgefährlich sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zwiebel gekocht oder roh verspeist wird. 

Zwiebeln, Knoblauch und andere Gewächse der Pflanzengattung Allium sind toxisch für unsere Hausgenossen. 

Sie enthalten Schwefelverbindungen, die die roten Blutkörperchen zum Platzen bringen. Symptome sind blasse Schleimhäute, schnelle Atmung, Zittern und flacher Puls. Erbrechen und Durchfall können hinzukommen. Der Urin kann rotbraun verfärbt sein.

Konnten Sie beobachten, dass Ihr Vierbeiner bedenkliche Mengen Zwiebeln aufgenommen hat, sollten Sie schnellst möglich eine Tierarztpraxis aufsuchen. Durch entsprechende Medikamente kann das Tier zum Erbrechen gebracht werden, damit ist die Gefahr gebannt. Später kann meist nur symptomatisch behandelt werden.

Aufgeräumt werden muss in diesem Zusammenhang auch mit dem Gerücht, mit Knoblauch könne entwurmt werden. Damit wird das Tier zum einen seine Parasiten nicht los, zum anderen kann man es - wie oben erwähnt - richtig krank machen.

Ferner wird darauf hingewiesen, dass auch Avocados, Schokolade, Weintrauben und Rosinen nicht auf den Speiseplan gehören, da sie für Haustiere schlicht giftig sind.

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Wir vermissen Dich


Es liegt uns sehr am Herzen,
Dein Lebenswerk in Deinem Sinne fortzuführen 



Dr. Folker Schulz
Praxisgründer
12.12.1962 - 12.04.2015


Tel. 09401 / 913 280